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Aktuelles

  • Klausureinsicht Grundlagen des Güterverkehrs, Bahnsystemtechnik
    Die Klausureinsicht findet am Montag, den 03.05 ab 14 Uhr in digitaler Form über Zoom statt. Dazu... [mehr]
  • Verlängerung der Anmeldefrist Systemanalysen im Güterverkehr
    Die Anmeldefrist für das Modul Systemanalysen wird bis zum 16.04.21 verlängert. Die Anmeldung... [mehr]
  • Lehrveranstaltungen Netzgestaltung und Projekt Güterverkehr
    Die Lehrveranstaltungen finden im Format uni@home statt. Alle weiteren Informationen erhalten Sie in... [mehr]
  • Klausurtag 07. April 2021
    Organisatorische Hinweise zu den Klausuren an diesem Tag [mehr]
  • Ersatztermin Klausuren vom 16. + 17.02.2021
    Liebe Studierende, folgende verschobenen Klausuren finden ersatzweise am 07.04.2021 statt: ... [mehr]
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Verlängerung der Anmeldefrist Systemanalysen im Güterverkehr

Die Anmeldefrist für das Modul Systemanalysen wird bis zum 16.04.21 verlängert. Die Anmeldung erfolgt über das Einschreiben in den Moodle-Kurs.

 

Das LuF Güterverkehrsplanung und Transportlogistik bietet im Sommersemester 2021 für den Wahlpflichtbereich 6.2. das Modul Systemanalysen im Güterverkehr an.

Thema:

Die Dekarbonisierung des schweren Straßengüterverkehrs stellt sich als bislang ungelöste Herausforderung dar. Bis 2050 muss auch der Fernverkehr schwerer Lastkraftfahrzeuge > 7,5 t zuGG mit Fahrtweiten über ca. 200 km nahezu vollständig ohne fossile Kraftstoffe betrieben werden. Rein batterieelektrische Antriebe werden absehbar keine ausreichenden Reichweiten der Fahrzeuge ermöglichen, ohne unwirtschaftlich hohe Batteriegewichte mitzuführen. Antriebe auf Basis von Wasserstoff und Brennstoffzelle erreichen zwar deutlich höhere Energiedichten und Reichweiten, benötigen aber noch längere Zeit bis zur Serienreife und Wasserstoff wird absehbar nicht in großen Mengen regenerativ bereitgestellt werden können (Problem der „Wasserstoff-Kaskade“). Die Oberleitungs-Hybrid-Technologie (OH) hat die technische Einsatzreife erreicht und wird derzeit in Feldversuchen u.a. auf der BAB 5 im Raum Darmstadt erprobt. Sie erfordert jedoch spezielle Zugmaschinen und eine Mindestlänge des elektrifizierten BAB-Netzes, um für Unternehmen der Transportwirtschaft eine attraktive Alternative zu werden. In dieser Ausgangslage soll ein Lösungsansatz untersucht werden, der die bislang geforderten Reichweiten der Zugmaschinen im Lkw-Komplettladungsverkehr dadurch reduziert, dass Zugmaschine und Sattelauflieger in der Transportorganisation getrennt werden. OH-Zugmaschinen könnten auf festgelegten, mit der OH-Technik ausgestatteten BAB-Strecken im Linienverkehr pendeln und die Sattelauflieger zwischen Übergabepunkten befördern. Die Zuführung und der Weitertransport zum Ziel von/ab diesen Übergabepunkten findet dann mit batterieelektrisch betriebenen Zugmaschinen statt. Das System ist vergleichbar mit dem Kombinierten Verkehr Straße/Schiene mit seinen dreiteiligen Transportabläufen Vorlauf – Hauptlauf- Nachlauf. Es geht also darum, in anderen Transportberiechen bereits etablierte Lösungen zu übertragen und zu neu kombinieren. Dazu gehören der KV (hier wäre es ein KV Straße/Straße), die aus dem ÖPNV bekannte Fahrzeug-Umlaufplanung sowie die Technologie des OH-Systems. In der Lehrveranstaltung soll ein solcher Ansatz genauer analysiert und seine Wirtschaftlichkeit beispielhaft untersucht werden.

Ablauf:

Das Modul wird in Form eines Seminars angeboten. Es gibt eine einführende Vorlesung, an die sich für jede*n Teilnehmer*in eine Aufgabe zur Einzelbearbeitung anschließt, die bis ca. Mitte des Vorlesungszeitraums abzuschließen ist und deren Ergebnisse in einer Seminar-internen Vortragsveranstaltung allen anderen Teilnehmer*innen vorgestellt werden. Nach dieser gegenseitigen Information erhalten alle Teilnehmer*innen die zweite Aufgabe, die darin besteht, für eine jeweils ausgewählte Transportrelation eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchzuführen. In der ersten und der zweiten Bearbeitungsphase finden Einzelbetreuungen statt. Die Bearbeitung der beiden Einzelaufgaben (schriftliche Berichte) und die Zwischenpräsentation bilden die Gesamtnote des Moduls (Wertung: 40% je Bericht, 20% Präsentation).

Die acht Aufgabenstellungen für die erste Einzelarbeit lauten (kleinere Änderungen vorbehalten):

(1)         Energieträger Wasserstoff (Stand der Technik/Wissenschaft: Herstellung, Primärenergiebedarf, Wasserstoffstrategie, Energiebedarf Industrie/Verkehr, Energieverbrauch schwerer Lkw, Reichweite, Tankvorgänge)

(2)         Oberleitungs-Hybrid-Lkw und MKS (Stand der Technik/Wissenschaft: Zwischen-/Endergebnisse Erprobung, Energiebedarf, Investitionskosten, Studien (u.a. MKS = Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung) zum künftigen Endenergiebedarf des Straßengüterverkehrs und Energieträgermix)

(3)         Lkw-Fernverkehr (Fahrleistungen: Auswertungen VD/VE, Stückgut/Komplettladung, in-/ausländische Fahrzeuge, Energiebedarf tank-to-wheel für Antriebe Wasserstoff/Brennstoffzelle vs. elektrisch, variable/fixe Kostenansätze im Lkw-Verkehr)

(4)         Produktionsverfahren im KV (Grundelemente, Kostenarten und Kostenanteile im intermodalen Transport, Übertragung auf KV Straße/Straße, Konzept CargoBeamer)>

(5)         Grundlagen einer Klimagas-Vermeidungskostenrechnung (Verfahren, Infrastrukturkosten OH-System, Mehrkosten Fahrzeuge OH/Wasserstoff, zusätzliche Umschlag-/Logistikkosten)

(6)         Begegnungsverkehre (Auswertung Diss. Apfelstädt, Berechnung der Einsparungen durch Entkopplung Fahrzeug/Fahrer, Konzept, Reichweiten/Begegnungspunkte, Wirtschaftlichkeit, LZU-Regelungen incl. neuer EU-Regelung zur Wochenpause)

(7)         Auswertung Mautdaten (Berechnung Lkw-Verkehrsaufkommen aus Mautdaten) (belegt)

(8)         Auswertung FCD-Matrizen 2017 (Untersuchung der Fahrtrelationen für ausgewählte Streckenzüge) (belegt)

Aufgrund der besonderen Pandemie-Bedingungen muss die Teilnehmer*innenzahl auf acht beschränkt werden. Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 01.04.2021, 23:59 Uhr durch das Einschreiben in den  MOODLE-Kurs möglich. Die Teilnahmeplätze werden nach dem Windhund-Prinzip vergeben, können also schon vor dem 01.04.2021 vergeben sein. Bitte bedenken Sie, dass Sie sich nur anmelden, wenn Sie tatsächlich teilnehmen werden. Ansonsten nehmen Sie Ihren Kommilitonen die Chance zur Teilnahme. Die Anmeldefrist ist für die Organisation des Moduls erforderlich. Bitte geben Sie eine kurze Rückmeldung (kuchhaeuser@uni-wuppertal.de), welches der Themen aus der ersten Bearbeitungsphase Sie besonders interessiert. Das erleichtert die endgültige Zuordnung der Themen zu Beginn des Seminars.

Anmeldung (Passwort: Güterverkehr)

Bei Rückfragen können Sie sich gerne unter kuchhaeuser@uni-wuppertal.de melden.